Diagnostik und Therapie
Schlaflabor
Sekretariat
Frau Renate Brenner
Tel: 0228. 543-2201
Fax: 0228.543-2055
Email:
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OberarztDr. Jens Thöne
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Schlaflabor
in der Betriebsstätte Johanniter-Krankenhaus
Als ein Schlaflabor bezeichnet man eine medizinische bzw. medizinisch-psychologische Einrichtung (in der Regel eine Unterabteilung in einer Klinik), in der spezielle Ableitungen und Untersuchungen in der Nacht durchgeführt werden können. Diese Ableitungen umfassen sowohl Messungen des Schlafverlaufs, der Schlaftiefe und Schlafqualität, als auch Messungen von verschiedenen körperlichen Signalen (Bioparametern) wie das Elektrokardiogramm (EKG), Elektromyogramm (EMG), Atmung, Bewegungen in den Beinen, etc..
Eine vollständige klinische Untersuchung in der Nacht wird als “kardiorespiratorische
Polysomnographie” bezeichnet.
Eine solche Untersuchung hat zwei Ziele:
- Feststellung organischer Störungen (z.B. in der Atmung), die durch eine Untersuchungen tagsüber nicht ermittelt werden können
- Analyse der objektiven Schlafstörung (z.B. in Bezug auf Dauer, Kontinuität und Tiefe).
Für eine Untersuchung muss der Patient am ganzen Körper des Nachts “verkabelt” werden.
Hierfür verwendet man kleine, hautverträgliche Elektroden bzw. Sensoren, die an den unterschiedlichen Kopf- und Körperstellen angebracht und befestigt werden müssen.
Angesichts der vielen Elektroden und Kabel stellen sich die meisten Patienten die Frage, ob Schlaf unter diesen Umständen überhaupt möglich ist. Hierzu sollten Sie wissen, dass die Elektroden so angebracht werden, dass man sich damit im Bett ganz normal bewegen kann, ohne die Lage der Elektroden zu verändern. Es hat sich auch gezeigt, dass sich die Haut meist sehr schnell an die Elektroden gewöhnt und diese nicht mehr bemerkt.
Die Frage, ob die Nacht in einem Schlaflabor überhaupt als “normal” angesehen werden kann, beschäftigt aber nicht nur die Patienten sondern auch die Schlafforschung selber.
Hier einige Ergebnisse:
- Ca. 30% der Patienten schlafen in der ersten Schlaflabornacht tatsächlich (noch) schlechter als zu Hause. Hierzu mag die fremde Umgebung ebenso wie das Gefühl beitragen, im Schlaf beobachtet zu werden.
- Ein Viertel der Patienten schläft dagegen in der ersten Nacht viel besser als sonst. Dieser Effekt der ersten Nacht wurde häufig beobachtet, systematisch untersucht und psychologisch erklärt (z.B. als Vorführeffekt: Während der Patient zu Hause mit dem Gedanken/Gefühl ins Bett geht “Ich muss jetzt schlafen” – “Hoffentlich klappt es mit dem Schlafen”, kommt er ins Schlaflabor, um seine Schlaflosigkeit messen zu lassen – der Druck, schlafen zu müssen fällt also weg und dies hat den paradoxen Effekt, dass der Schlaf leichter kommt).
- In der Regel verschwinden beide Effekte bereits in der zweiten Nacht. Die zweite bzw. dritte Nacht ist dann meistens eine “typische” Nacht wie zu Hause.
- Selbst wenn Patienten in beiden Nächte untypisch schlafen, ist es für die Untersuchung der körperlichen Störungen in der Nacht nicht so relevant. Liegen derartige Störungen vor, zeigen sie sich auch in untypischen Nächten.
Wie lange dauert ein Aufenthalt im Schlaflabor?
Meist schläft der Patient zwei Nächte im Schlaflabor. Bei besonderen Störungsformen (z.B. Schlafapnoe) kommen häufig noch weitere Nächte hinzu, in denen bereits mit einer Therapie begonnen wird, deren Erfolg direkt kontrolliert werden kann.


