Fachabteilung Allgemeine Chirurgie

Sekretariat
Frau Santel
Tel: 0228. 383-258
Fax: 0228. 383-257

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Stefan-Klozoris_OA_CH_J Chefarzt
Dr. Stefan Klozoris

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Alexander_Hatzis_OA_CH_W Oberärzte
Leitender Oberarzt
Dr. Alexander Hatzis

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richard-szumocki Richard Szumocki
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Leistungen-Chirurgie
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Allgemeine Chirurgie

in der Betriebsstätte Waldkrankenhaus Bad Godesberg

 

Die folgenden Seiten bieten Ihnen einen Überblick über das medizinische Leistungsangebot und die Besonderheiten der von Dr. Klozoris seit dem 01.01.2010 geleiteten Abteilung für Allgemeine Chirurgie, über die Mitarbeiter und über die organisatorischen Abläufe der Klinik.


 

 

 

Schwerpunkte

 

Allgemeinchirurgie

 

In dem Fachgebiet der Allgemeinchirurgie werden an unserer Klinik Erkrankungen der inneren Organe des Bauch- und des Brustraumes behandelt. Das operative Spektrum umfasst die Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes, wie Divertikulitis, M. Crohn, Colitis Ulcerosa, Gallensteine, Refluxerkrankung, etc.

 

Die moderne Behandlung von bösartigen Erkrankungen (Krebs) ist in einem stetigen Wandel und innovative Behandlungskonzepte haben dazu geführt, dass Tumorerkrankungen heutzutage in einem höheren Ausmaß geheilt oder zumindest in einen stabilen Zustand gebracht werden können.

 

Hierfür ist entscheidend, dass die verschiedenen Fachärzte, wie Onkologen (Krebsspezialisten), Strahlentherapeuten, Chirurgen, Gastroenterologen (Magen-/Darmspezialisten), Radiologen und niedergelassene Ärzte eng zusammenarbeiten und die konservative mit der operativen Therapie aufeinander abstimmen.

 

Die Evangelischen Kliniken bieten hierbei eine optimale Struktur bzw. Ausstattung und verfügen über ausgewiesene Spezialisten, um die moderne Krebstherapie erfolgreich betreiben zu können. Regelmäßig finden interne und externe Konferenzen statt, bei denen interdisziplinäre und individuelle Behandlungskonzepte unter Berücksichtigung hochaktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt werden.

 

Zu nennen sind neben klinikinternen chirurgisch-radiologischen Konferenzen und interdisziplinären Tumorkonferenzen auch Veranstaltungen des Onkologischen Qualitätsnetzes Bonn/Rhein-Sieg e.V. und des Tumorzentrums Bonn e.V.

 

Zu einer Krebsbehandlung gehört aber nicht nur eine medizinische Therapie auf höchstem Niveau, sondern auch eine intensive menschliche Betreuung. Diese ist an der Klinik durch besonders geschultes pflegerisches und ärztliches Personal gewährleistet. Darüber hinaus unterstützen Psychoonkologen und Seelsorger die Arbeit am kranken Menschen.

 

 

Minimal-Invasive-Chirurgie (Schlüssellochchirurgie)

 

Die Abteilung ist besonders auf die Minimal-Invasive-, bzw. „Schlüsselloch“-Chirurgie spezialisiert. Hierbei sind Operationsverfahren gemeint, bei denen über Kamerasysteme operiert wird. Daher werden nur „minimale“ Schnitte benötigt, um Kamera und Instrumente benutzen zu können.

 

In der Bauchchirurgie entspricht das der sog. laparoskopischen Chirurgie und in der Brustkorbchirurgie der sog. Thorakoskopie oder Mediastinoskopie. Die Vorteile für den Patienten sind nicht nur das günstigere kosmetische Ergebnis, sondern auch die Minderung der Schmerzen nach der Operation, die schnellere Erholung, die frühzeitige Entlassung aus der stationären Behandlung und die kurzfristige Wiedererlangung der körperlichen Belastbarkeit.

 

Mit moderner Technik werden in der Abteilung für Allgemein- und Gefäßchirurgie neben den gängigen minimal-invasiven Eingriffen wie der Gallenblasenentfernung, der Blinddarmentfernung, der Sigmaresektion bei Divertikulitis, der Anti-Refluxchirurgie (Fundoplicatio) und der Bruchversorgung bei Narben- oder Leistenhernien auch hochkomplexe minimal-Invasive Operationen durchgeführt (Darmteilentfernungen,  Magenoperationen, Milzentfernung, Leber- und Schilddrüsenchirurgie.

 

 

Endokrine Chirurgie (Chirurgie bei Hormonerkrankungen, z.B. der Schilddrüse)

 

Die operative Behandlung bei Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen ist traditionell ein Spezialgebiet unserer Klinik.

 

In Abhängigkeit der erhobenen Befunde führen wir in minimal-invasiver bzw. videoassistierter Technik mit kurzen Schnitten die Entfernung des erkrankten Schilddrüsen- oder Nebenschilddrüsengewebes durch (MIVAT-Technik = Minimal-invasive Video assistierte Thyreoidektomie).

Zur Durchführung der Schildrüsenchirurgie verfügen wir über eine moderne apparative Ausstattung, u.a. dem sog. Neuromonitoring, das zum Aufsuchen und Schonen der Stimmbandnerven dient.

 

 

Proktologie (Behandlung bei Erkrankungen des Enddarmes und Analbereiches)

 

Sehr belastend können Erkrankungen des Anus und des Enddarmes, wie Hämorrhoiden, Analfisteln, Fissuren und Inkontinenzprobleme (unwillkürlicher Stuhlabgang) sein.

 

Häufig werden die entsprechende Beschwerden sehr lange ertragen, bevor ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wird. In unserer spezialisierten Sprechstunde werden intensive Beratungen und erschöpfende Untersuchungen durchgeführt, um der jeweiligen Ursache auf den Grund zu gehen und um einen optimalen individuellen Behandlungsplan aufzustellen.

 

Je nach Schweregrad können konservative oder operative Therapieverfahren zum Einsatz kommen. Hierbei werden alle modernen chirurgischen Verfahren, wie die Longo-Hämorrhoidenoperation, die STARR-Operation und die TRANSTARR Methode angewendet (STARR = Stapled Trans Anal Rectal Resection bei Mastdarmprolaps oder Rektozele.

 

 

Gefäßchirurgie


Im Fachgebiet der Gefäßchirurge werden Erkrankungen der arteriellen und venösen Gefäße untersucht und behandelt. Hierzu bieten wir eine spezielle Gefäßsprechstunde an, in der nach einer ausführlichen Untersuchung über die weitere Behandlung beraten und diese geplant werden kann.

 

Die Behandlung der Durchblutungsstörungen des Beines (Raucherbein, Schaufensterkrankheit und diabetisches Fußsyndrom) erfolgt in enger Kooperation mit der Radiologischen Abteilung, der Diabetologie und der diabetischen Fußambulanz im Hause. Auch Sie richtet sich nach den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wird interdisziplinär zwischen den oben genannten Abteilungen individuell abgestimmt.

 

Die operative Therapie der Halsschlagaderverengung (Carotisstenose), die Anlage eines Dialyseshunts und die klassische operative Behandlung der Krampfadern (Varizen) wird ebenfalls durchgeführt.


 

 

Zentren und Kooperationen

 

Integratives Darmzentrum Bonn/Rhein-Sieg e.V. (IDZB)

 

Die Abteilung ist Mitglied und Kooperationspartner im Integrativen Darmzentrum Bonn/Rhein Sieg e.V., in dem sich Gastroenterologen, Onkologen, Chirurgen und weitere Kooperationspartner der Region zur Optimierung der Behandlung des Darmkrebses zusammengeschlossen haben.

 

Ziel ist eine optimal aufeinander abgestimmte, fachübergreifende Darmkrebsbehandlung. Hierbei werden zusätzlich zu den klinikeigenen Maßnahmen die Abläufe zwischen den niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus optimiert. Es sollen in einem durchgängigen Behandlungskonzept ambulante und stationäre Behandlungsschritte vom niedergelassenen Arzt über Spezialisten, über die Krankenhausbehandlung und dann zurück zum niedergelassenen Arzt schlüssig im Vorfeld aufeinander abgestimmt werden.

 

Die Ziele des IDZB sind u.a.:

  • Verbesserung der Versorgungsqualität von Patienten mit Darmkrebs
  • Verlängerung der Überlebenszeit bei Darmkrebs und die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen
  • Optimierte zeitnahe durchgeführte Diagnostik, Behandlung, Betreuung und Nachsorge von Patienten mit Darmkrebs
  • Orientierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge an bestehenden Leitlinien und Evidence based medicine
  • Qualitätssicherung mit regelmäßigen Qualitätskontrollen zur Verbesserung der Effizienz des Darmzentrums

 

Durch das Qualitätsmanagement wird im flächendeckend arbeitenden Darmzentrum die Erfüllung von Mindestvoraussetzungen vorgeschrieben und eine Versorgung, die sich an Leitlinien und neuestem Wissen orientiert, garantiert.

Die Anwendung neuer Therapieformen soll allen Betroffenen ermöglicht werden. Das Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe unterstützt.

Seit 2006 werden an den Evangelischen Kliniken Bonn gGmbH darüber hinaus in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Darmzentrum (WDC) Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergriffen. In diesem Zusammenhang wird regelmäßig ein Benchmarking mit anderen national beteiligten Kliniken durchgeführt.

 

 

Kompetenznetz Schilddrüse Bonn/Rhein-Sieg e.V.

 

Schilddrüsenerkrankungen erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, um eine optimale Versorgung der Patienten sicherzustellen. Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen der Region Bonn-Rhein-Sieg haben sich zusammengefunden und einen Verein gegründet, damit dieses Ziel verwirklicht werden kann.

 

In dem sogenannten „Kompetenznetz Schilddrüse Bonn/Rhein-Sieg e.V.“ werden moderne konservative und operative Behandlungskonzepte aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus finden interdisziplinäre Fallkonferenzen statt. Regelmäßig werden Fortbildungsveranstaltungen für medizinisches Personal und Patienteninformationsveranstaltungen durchgeführt.

 

 

Sprechstunden & Ambulanzen

 

Notfälle

24-Stundendienst

Tel. 0228-383-930

 

Überweisungssprechstunde

Montag-Freitag: 08:30-11:00 Uhr

Tel. 0228-383-258

 

Privatsprechstunde Dr. Klozoris

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 15:00-17:00 Uhr

Tel. 0228-383-258

 

Gefäßsprechstunde

Nach Vereinbarung

Tel. 0228-383-258

 

Schilddrüsensprechstunde

Dienstag und Donnerstag: 14:00-16:00 Uhr

 

Proktologie- (Enddarmerkrankungen), Obstipation- und Inkontinenzsprechstunde

Nach Vereinbarung

Tel. 0228-383-258

 

 

 

 

Behandlungsinformationen

 

 

Multimodales „Fast-Track“-Behandlungskonzept 

Ein wesentlicher Schlüsselfaktor für die körperliche und psychische Erholung des Patienten und für mögliche Komplikationen nach einer Operation ist die Stressreaktion. Diese wird durch verschiedenste Faktoren beeinflusst.

 

Zu nennen sind insbesondere Schmerzen, Bettlägerigkeit, Flüssigkeitseinlagerung, Nüchternheit und die so genannte „Verkabelung“ mit Drainagen, Harnblasenkatheter, Magensonde und Infusions-Zugängen. Somit sind die Erholung und vielerlei Komplikationen als ein multifaktorielles Problem anzusehen. Dementsprechend können die genannten Probleme nur überwunden werden, wenn die verschiedenen Fachärzte, wie Chirurgen und Anästhesisten, das Pflegepersonal und die Physiotherapie eng zusammenarbeiten.

 

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir an der Klinik das moderne so genannte „Fast-Track-Behandlungskonzept“ eingeführt. Durch eine verbesserte Schmerzbehandlung während und nach der Operation, durch eine Veränderung der chirurgischen Technik, durch die Reduktion der „Verkabelung“ auf das notwendigste, durch eine Verbesserung der Zusammenarbeit aller beteiligten Therapeuten und eine optimierte Fürsorge reduzieren wir die Stressreaktion im Rahmen einer Operation auf ein Minimum.

 

Das Ergebnis ist eine schnellere Erholung des Patienten von der Operation, eine Verminderung der Komplikationen und eine Verkürzung des stationären Aufenthaltes.

Wie werden die Operationen durchgeführt? (alphabetische Auflistung)

 

Blinddarmentfernung

Je nach vorliegenden individuellen Voraussetzungen und Ausdehnung der Blinddarmentzündung wird die Operation minimal-invasiv oder offen durchgeführt. Der Vorteil der minimal-invasiven Blinddarmentfernung liegt in der möglichen Mitbeurteilung benachbarter Organe, wie den Eierstöcken und der Gebärmutter.

 

Ein besonderes Anliegen unsererseits ist es immer, die Erholung des Patienten zu beschleunigen und ein gutes kosmetisches Ergebnis zu erzielen.

 

Darmchirurgie

In der Abteilung werden schwerpunktmäßig sowohl gutartige als auch bösartige Erkrankungen des Darmes operativ behandelt. Routinemäßig wenden wir, falls hierfür keine Kontraindikation besteht, die minimal-invasive Chirurgie (Knopflochchirurgie) an.

 

Die Vorteile für den Patienten sind geringere Schmerzen, eine schnellere Erholung nach der Operation und ein günstigeres kosmetisches Ergebnis. Bei bösartigen Erkrankungen des Darmes richtet sich die Operationsmethode auch nach der individuellen Ausdehnung des Tumors. Wenn immer vertretbar, versuchen wir die Anlage eines künstlichen Darmausganges zu vermeiden.

 

Die Darmchirurgie wird mit dem modernen so genannten „Fast-Track-Behandlungskonzept“ durchgeführt. Durch eine verbesserte Schmerzbehandlung während und nach der Operation, durch eine Veränderung der Chirurgischen Technik, durch die Reduktion der „Verkabelung“ (Drainagen, Magensonde, etc.) auf das Notwendigste, durch eine Verbesserung der Zusammenarbeit aller beteiligten Therapeuten und eine optimierte Fürsorge reduzieren wir die Stressreaktion im Rahmen einer Operation auf ein Minimum.

 

Hierdurch kommt es zu einer schnelleren Rekonvaleszenz (Erholung) des Patienten von der Operation, zu einer Verminderung der Komplikationen und einer Verkürzung des stationären Aufenthaltes.

 

Diabetisches Fußsyndrom

In enger Kooperation mit der Diabetologie und der diabetischen Fußambulanz wird die Behandlung des diabetischen Fußes durchgeführt. Hierbei können Verengungen der Arterien durch eine interventionelle Aufdehnung durch die Radiologie behandelt werden. Verschlüsse der Arterien werden falls erforderlich durch Bypässe aus körpereigener Vene oder Prothesen operativ behandelt.

 

Gallenblasenentfernung

Gallenblasen und Gallensteine werden in der Abteilung üblicherweise mit der minimal-invasiven Technik entfernt. Bei einer schweren akuten Entzündung kann eine kurzzeitige antibiotische Vorbehandlung notwendig sein. Finden sich Steine im Gallenblasengang, wird zunächst mit endoskopischen Techniken (ERCP) versucht, diese zu entfernen, um den operativen Eingriff dann so minimal wie möglich zu gestalten.

 

Halsschlagaderverengung (Carotisstenose)

Nach individueller interdisziplinärer Beurteilung wird die geeignete Methode zur Behandlung einer Halsschlagaderverengung (Carotisstenose) ausgewählt. Die operative Behandlung wird als Ausschälung des Kalkplaques mit einer Patcherweiterungsplastik durchgeführt.

 

Leberchirurgie

Mit der Leberchirurgie werden gut- oder bösartige Geschwülste der Leber entfernt. Hierbei kann es sich auch um Absiedlungen aus anderen Tumoren, z.B. dem Darmkrebs, handeln (Lebermetastasen).

 

Alle modernen Operationstechniken, wie das Ultraschallmesser, stehen hierfür zur Verfügung. Falls es die Tumorgröße und die Lokalisation des Tumors in der Leber zulassen, wenden wir in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung des Universitätsklinikums Bonn (Direktor: Prof. Dr. Schild) und der Onkologie der Klinik auch die so genannte Radiofrequenzablation (RFA) an.

 

Hierbei werden die Tumoren mit computertomographisch eingeführten Sonden zerstört- eine Operation kann vermieden werden. Kleinere Lebertumoren und Leberzysten werden üblicherweise minimal-invasiv, d.h. laparoskopisch operiert.

 

Leistenbruchversorgung

Die Technik der Leistenbruchversorgung wird individuell an die spezifischen Gegebenheiten bei dem Patienten angepasst. Sie richtet sich nach dem Alter des Patienten, der individuellen Neigung zu einer Bruchbildung, der Größe des Bruches und eventuell vorangegangenen Operationen. Wenn die Implantation eines Kunststoffnetzes indiziert ist, bieten wir die Leistenhernienoperation in minimal-invasiver Technik (TAPP) an. Wir werden Sie gerne beraten, welche Technik in Ihrem besonderen Fall die günstigste ist.

 

Krampfadern

Die operative Behandlung der Krampfadern orientiert sich am Ausmaß der sichtbar veränderten Venen und die durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung (farbcodierte Duplexsonographie) festgestellten krankhaften Veränderungen.

 

Magenchirurgie

Je nach Tumorart und Ausdehnung werden Magentumoren laparoskopisch oder offen entfernt. Auch hier werden innovative onkologische Konzepte, das heißt eine Kombination aus Chemotherapie und Operation zur Verbesserung der Prognose nach einem Magentumor eingesetzt. Operationen bei gutartigen Magenerkrankungen sind heute, wegen der verbesserten Medikamente, wesentlich seltener indiziert. Wenn immer möglich, erfolgen diese Operationen in minimal-invasiver Technik.

 

Milzentfernung

Auch die Entfernung der Milz wird bei bestimmten Systemerkrankungen bzw. Bluterkrankungen mit der minimal-invasiven Methode durchgeführt. Hierfür sind nur wenige kurze Schnitte im Oberbauch notwendig. Die Patienten erholen sich sehr schnell von der Operation und verspüren kaum Schmerzen. Insbesondere Kinder profitieren sehr von dieser Technik.

 

Narbenbrüche, Bauchwandbruchversorgung

Auch bei Bauchwandbrüchen, wie Narbenbrüchen, großen Nabelbrüchen und parastomalen Brüchen bieten wir die minimal-invasive Operationstechnik an. Hierdurch können das operative Trauma deutlich reduziert und die Schmerzen gemindert werden. Der Patient erholt sich insgesamt schneller von dem Eingriff. Insbesondere bei sehr übergewichtigen Patienten ergeben sich deutliche Vorteile gegenüber der üblicherweise angewendeten offenen Operationsmethode.

 

Nebenschilddrüse

Die operative Behandlung bei einer Nebenschilddrüsenüberfunktion, dem so genannten Hyperparathyroidismus (primär, sekundär oder tertiär) wird traditionell häufig in unserer Klinik durchgeführt. Die Behandlung erfolgt in engster Zusammenarbeit mit Nuklearmedizinern und Dialyseärzten.

 

Proktologie, Inkontinenz und Obstipation

Das Fachgebiet der Proktologie betrifft alle Erkrankungen im Enddarmbereich. Zu nennen sind insbesondere Hämorrhoiden, Analprolaps, Rektumprolaps, Rektozele, chronische Verstopfung, Analfissuren (schmerzhafte Schleimhautrisse), Marisken (Hautfalten am Anus), aber auch Abszesse, Fisteln etc.

 

Darüber hinaus werden Inkontinenzprobleme (unwillkürlicher Stuhlabgang) in enger Kooperation mit der Abteilung für Gynäkologie, Herrn Chefarzt Prof. Dr. Göhring und der Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Urogynäkologie Dr. U. Stier und Dr. R. Schäfer behandelt. Die genannten Erkrankungen sind oft sehr belastend und Beschwerden werden lange in Kauf genommen, bevor ein Arzt konsultiert wird.

 

Für eine geeignete bzw. erfolgreiche Therapie ist es entscheidend, dass der Enddarmbereich intensiv untersucht wird. In unserer spezialisierten Proktologie-Sprechstunde werden alle wichtigen Untersuchungsverfahren, wie Rektoskopie, Proktoskopie, Sphinktermanometrie etc. durchgeführt. Bei bestimmten Fragestellungen, wie Inkontinenzproblemen werden zusätzliche Untersuchungen (z.B. dynamische Kernspintomographie (MRT) oder Endosonographie) im Haus veranlasst.

 

Je nach Art und Schweregrad der Enddarmerkrankung können konservative oder operative Therapieverfahren zum Einsatz kommen. Bei der operativen Behandlung kommen moderne schmerzarme Verfahren, wie die die Stapler-Hämorrhoidektomie nach Longo, die STARR-Methode, die TRANSTARR-Methode und die laparoskopische, minimal-invasive Rektopexie zum Einsatz.

 

Schilddrüse

In intensiver Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen erfolgt an unserer Abteilung die operative Behandlung aller gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen. Mit mehr als 300 Eingriffen pro Jahr ist die Schilddrüsenchirurgie traditionell ein Spezialgebiet unserer Klinik.

 

Hierbei werden, sofern es die Veränderungen der Schilddrüse zulassen, die innovative minimal-invasive Operationsmethoden (MIVAT) mit sehr guten kosmetischen Ergebnissen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein an unserer Abteilung etabliertes, sehr modernes Verfahren, bei dem am Hals nur ein sehr kurzer Schnitt angelegt werden muss.

 

Die MIVAT-Technik (Minimal-invasive Video assistierte Thyreoidektomie) kombiniert die konventionelle Operationsmethode mit der endoskopischen Chirurgie. Bei dieser Operationsmethode wird, wie bei der klassischen Operation, ein Schnitt im Bereich des Halses gewählt, der jedoch in seiner Länge kürzer ist, als der herkömmliche Schnitt (ca. 2 cm Länge). Das Operations-Gebiet wird mit Wundhaken offen gehalten. Die Präparation erfolgt unter Sicht einer 5 mm dicken Staboptik, die in das Operationsgebiet eingeführt wird.

 

Hierdurch wird ein deutlich kleinerer Hautschnitt ermöglicht. Die Operationsmethode eignet sich auch bei Männern. Einschränkend gilt auch hier, dass die Methode nur bei kleinen Schilddrüsenveränderungen durchgeführt werden kann. Bei größeren Schilddrüsen richtet sich die Schnittlänge nach der Ausdehnung des zu entfernenden Schilddrüsengewebes.

 

In einem persönlichen Gespräch werden wir Ihnen gerne die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden weiter erläutern und Ihnen eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten zugeschnittene Methode empfehlen.

 

Im Rahmen der Operation stehen modernste Geräte, wie die Ultraschallschere, die HDTV-Videoassistenz und das Neuromonitoring zur sicheren Darstellung des Stimmbandnervs (N. recurrens) zur Verfügung.

 

 

Wissenswertes um die Operation herum

 

Ambulante Vorbereitung

Je nach erfolgter Vorbereitung durch Ihren betreuenden Hausarzt und nach Krankheitsbild sollte eine ambulante Vorstellung in unserer Abteilung vor der geplanten Operation erfolgen. Hierbei werden erste Gespräche über die durchzuführende Operation, das Narkoseverfahren und ggf. weitere notwendige Untersuchungen geführt.

Bitte notieren Sie sich im Vorfeld eventuelle Fragen, damit wir Sie erschöpfend beraten können. Spätestens bei dieser Vorstellung werden der Aufnahme- und OP-Termin vereinbart. Weitere Untersuchungen dienen zum einen der Operationsplanung und zum anderen aber auch der Abschätzung des Schweregrades Ihrer Begleiterkrankungen, um Operation und Narkose optimal hierauf abstimmen zu können.

Wir sind bestrebt, Ihren stationären Aufenthalt so kurz wie möglich zu gestalten und die notwendigen weiterführenden Untersuchungen möglichst noch ambulant, z.B. bei Ihrem Hausarzt durchführen zu lassen.

 

Ambulante Operationen

Wenn bei Ihnen eine Operation ambulant durchgeführt werden soll, erfolgt morgens vor der Operation die Aufnahme auf Station. Hier wird Ihnen das Pflegepersonal behilflich sein, sich auf die Operation vorzubereiten. Nach erfolgter Operation werden Sie dann auf die Station zurückverlegt. Im Rahmen einer späteren Visite werden Sie Ihren Operateur und den Anästhesisten treffen, die Sie dann nach einer körperlichen Untersuchung nach Hause entlassen.

 

Die Chirurgischen Stationen

Bei einer geplanten Operation mit stationärem Aufenthalt werden Sie üblicherweise auf einer der Chirurgischen Stationen aufgenommen. Je nach Verfügbarkeit wird die Einteilung für eine der Stationen am Tag vor der geplanten Aufnahme durch das Chirurgische Sekretariat vorgenommen. Das Pflegeteam der jeweiligen Station wird Ihnen hilfreich sein, sich auf der Stationsebene zurechtzufinden.

 

Bitte melden Sie sich zunächst im Stationszimmer. Ein Mitglied des Pflegeteams wird mit Ihnen nach dem Empfang auf der Station ein Aufnahmegespräch führen. Hierbei werden Details über Ihre Erkrankung, über Ihre Hilfsbedürftigkeit (falls vorhanden), über die Ihnen nahe stehenden Personen und über die Abläufe auf der Station mit Ihnen besprochen.

Die gemeinsamen Visiten auf den Stationen mit ärztlichem und pflegerischem Personal finden üblicherweise morgens zwischen 07:30 Uhr und 08:00 Uhr statt. Hierbei werden die Behandlungskonzepte eng zwischen den Pflegekräften und den Ärzten abgestimmt. Je nach Bedarf erfolgen nachmittags, insbesondere am Operationstag oder am Tag vor der Operation, weitere Visiten.

 

Die Chefarztvisite findet jeden zweiten Tag im Rahmen der Morgenvisite statt und an den anderen Tagen im Verlauf des Nachmittags. Für weitere Gespräche stehen Ihnen und Ihren Angehörigen selbstverständlich auch nachmittags die Stationsärzte und die Oberärzte zur Verfügung. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, wenn Wartezeiten entstehen, denn die Ärzte sind zwischendurch im Operationsbereich tätig. An Wochenenden findet die gemeinsame Visite mit Ärzten und Pflegekräften etwas später zwischen 08:00 Uhr und 10:00 Uhr statt.

 

Was wird auf der Station benötigt?

Nehmen Sie bitte nur das Notwendigste mit wie: Toilettenartikel, Schlafanzug & Bademantel, Unterwäsche und Hausschuhe. Bitte denken Sie ferner daran, dass Ihr Krankenkassen-Versicherungsausweis, Ihr Blutgruppenausweis (falls vorhanden), Ihr Allergieausweis (falls vorhanden) und Ihr Impfausweis (falls vorhanden) benötigt wird. Falls vorhanden, wären darüber hinaus eine Medikamentenliste, Befunde und weitere Unterlagen Ihrer Krankengeschichte sehr hilfreich.

 

Abläufe auf der Station vor der OP

Ein Stationsarzt wird Sie im Verlauf des Tages eingehend über Ihr Leiden, aber auch über frühere Erkrankungen oder Operationen sowie Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, befragen. Für die Ärzte ist es sehr hilfreich, wenn Sie diese Daten bereits genau wissen oder das Wichtigste aufgeschrieben haben. Anschließend wird eine körperliche Untersuchung und ggf. auch eine Blutentnahme (falls keine aktuellen Werte mitgebracht werden) durchgeführt.

Wie bereits oben erwähnt, werden ggf. noch weitere Untersuchungen, die Ihre Erkrankung oder die vorhandenen Begleiterkrankungen betreffen, während des stationären Aufenthaltes vor der Operation durchgeführt.

 

Operationsvorbereitung

Falls nicht schon ambulant erfolgt, werden mit dem verantwortlichen Operateur weitere Gespräche über die geplante Operation mit all ihren Risiken und die in Frage kommende Nachbehandlung geführt. Hierbei sollten Sie uns auch wissen lassen, ob wir Verwandte oder andere gewünschte Personen direkt nach der Operation über deren Ausgang informieren sollen.

Darüber hinaus werden Sie informiert, wohin Sie nach der erfolgten Operation verlegt werden, bzw. ob Sie in Ihr Zimmer auf der Normalstation oder nach größeren Operationen auf die Intensivpflegestation verlegt werden.

Mit dem zuständigen Anästhesisten (Narkosearzt) wird, falls nicht schon ambulant erfolgt, vor der Operation ein Gespräch über das geplante Narkoseverfahren und Alternativmöglichkeiten durchgeführt. Hierbei wird Ihnen erklärt, welche Maßnahmen ergriffen werden, damit Sie von der Operation nichts merken und damit Sie während und nach der Operation keine Schmerzen verspüren.

Am Abend vor der Operation sollten Sie etwa ab Mitternacht nüchtern bleiben und nicht mehr rauchen. Auf Wunsch erhalten Sie ein leichtes Schlafmittel. Nachdem Sie morgens geweckt werden, können Sie sich noch duschen. Ihre Medikamente sollten wie gewohnt mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.

Dann werden Sie von dem Pflegepersonal ein Klinikhemd erhalten. Je nach Operationsplanung werden Sie zwischen 7:00 Uhr und dem frühen Nachmittag in den Operationsbereich gebracht. Vorher erhalten Sie ein Beruhigungsmittel, die so genannte Prämedikation. Im Operationsbereich werden Sie von dem Narkose- und OP-Personal empfangen.

 

Narkosevorbereitung

In einem Vorbereitungsraum werden dann Elektroden an Ihrem Brustkorb angebracht, um die Herzaktion während der Narkose überwachen zu können. An einem Ihrer Finger oder dem Ohrläppchen wird eine Sauerstoff-Messsonde angebracht. Nach Legen einer Infusion wird dann die entsprechende Narkose eingeleitet.

 

Nach der Operation

Am Ende der Operation werden Sie zunächst in den Aufwachraum gebracht. Dort wachen Sie dann schmerzfrei auf. Sobald Ihr Wachheitszustand es erlaubt, werden Sie auf die Chirurgische Normalstation zurückverlegt. Die früh-postoperative Schmerztherapie wird entweder über eine Infusion oder über einen Schmerzkatheter gewährleistet. In den Folgetagen werden diese Medikamente schrittweise durch Schmerz-Tabletten oder -Tropfen ersetzt. Bei größeren Operationen werden Sie evtl. übergangsweise auf die Intensivstation verlegt.

 

Nachbehandlung

Die weitere Nachbehandlung auf der Station richtet sich nach Ihrem Krankheitsbild und der durchgeführten Operation. Genaue Details können Sie von Ihren betreuenden Ärzten erfahren. Nach Ihrer Entlassung werden Sie, je nach durchgeführtem Eingriff, weiter in der Chirurgischen Ambulanz oder bei dem niedergelassenen Arzt betreut, der Sie eingewiesen hat. In bestimmten Situationen erfolgt zusätzlich die Begleitbehandlung bei den entsprechenden Spezialisten (beispielsweise bei einer Krebserkrankung).

 

Weiterführende Links

 

Integratives Darmzentrum Bonn/Rhein-Sieg e.V. (IDZB)

Die Abteilung ist Mitglied und Kooperationspartner im Integrativen Darmzentrum Bonn/Rhein Sieg e.V., in dem sich Gastroenterologen, Onkologen, Chirurgen und weitere Kooperationspartner der Region zur Optimierung der Behandlung des Darmkrebses zusammengeschlossen haben. Ziel ist eine optimal aufeinander abgestimmte, fachübergreifende Darmkrebsbehandlung.

 

Hierbei werden zusätzlich zu den klinikeigenen Maßnahmen die Abläufe zwischen den niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus optimiert. Es sollen in einem durchgängigen Behandlungskonzept ambulante und stationäre Behandlungsschritte vom niedergelassenen Arzt über Spezialisten, über die Krankenhausbehandlung und dann zurück zum niedergelassenen Arzt schlüssig im Vorfeld aufeinander abgestimmt werden.

 

www.IDZB.de