Fachabteilung Urologie
Sekretariat
Fr. Funke, Fr. Thun, Fr. Heuser, Fr. Leonards, Fr. Bernards, Fr. Helten
Tel: 0228. 383-720
Fax: 0228. 383-725
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Chefarzt
Prof. Dr. Roland Vorreuther
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OberärzteLeitender Oberarzt
Gerold Solleder
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Dr. Andreas HarzDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Urologie
in der Betriebsstätte Waldkrankenhaus Bad Godesberg
Die Urologie ist das Fach in der Medizin, in der Erkrankungen der Harn- und der männlichen Geschlechtsorgane behandelt werden. Dabei stehen Nieren, Harnleiter Harnröhre und Blase sowie Prostata und männliches Genitale im Vordergrund.
In der urologischen Abteilung des Waldkrankenhauses mit 56 Betten sind neben dem Chefarzt zwei Oberärzte und acht Assistenzärzte tätig. Dabei kommen die dem neuesten Stand der Medizin entsprechenden konservativen und operativen Verfahren zum Einsatz. In drei Operationssälen finden die offenen und endoskopischen Eingriffe statt.
Die Abteilung hat die volle Weiterbildungsermächtigung und die Ermächtigung zur Weiterbildung in Medikamentöser Tumortherapie und Andrologie.
Ab 2010 gehört im Rahmen der Behandlung von urologischen Tumoren auch die ambulante Chemotherapie zu unserem Leistungsspektrum.
Besondere Schwerpunkte bilden die große urologische Tumorchirurgie (Prostatakarzinom, Blasentumore, Prostataadenom (BPH), Hodentumore) sowie die endoskopische Urologie.
Große Tumorchirurgie
Nierentumoren
Nierenzellkarzinom (Hypernephrom)
Durch die Verbreitung der Ultraschalluntersuchung werden immer mehr Nierenzellkarzinome in einem frühen Tumorstadium entdeckt. Hier ist der Erhalt der betroffenen Niere durch geeignete operative Verfahren möglich. Weit fortgeschrittene Tumoren können es andererseits erfordern, dass zusätzlich zur Entfernung des Organs auch tumoröse Anteile aus der Hauptkörpervene entfernt werden müssen.
Blasentumoren
Die meisten Blasentumoren können durch einen endoskopischen Eingriff entfernt werden.
Bei fortgeschrittenen Blasentumoren ist nur durch die operative Entfernung der Blase eine Heilung möglich. Die dann notwendige Ableitung des Harns kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen. In der Urologischen Abteilung des Waldkrankenhauses werden neben den etablierten Ableitungsverfahren mit einem Urostoma alle modernen Verfahren inklusive funktionserhaltender nervenschonender Techniken (Erektionserhalt) angeboten. Hierzu zählen u.a. die Bildung von Darmersatzblasen und die Bildung sog. trockener Stomata.
Prostatatumoren
Die frühzeitige operative Behandlung des Prostatakarzinoms mit kurativer Zielsetzung durch Entfernung des gesamten Organs einschließlich der Samenblasen gehört zur operativen Routine in der Abteilung. Der Eingriff wird etwa 200 Mal pro Jahr in der Abteilung durchgeführt. Durch eine sorgfältige Operationstechnik ist der Erhalt der Kontinenz möglich. In frühen Tumorstadien kann man mit dem Ziel einer Schonung der erektilen Potenz operieren. In bestimmten Fällen kann es sinnvoller sein, eine Bestrahlungsbehandlung der Prostata von außen und/oder von innen (sog. Brachytherapie) durchzuführen.
> Prostatakarzinomsprechstunde
Hodentumoren
Obwohl durch eine chemotherapeutische Behandlung heute bei den meisten Hodentumoren auch im fortgeschrittenen Stadium eine Heilung möglich ist, hat die operative Entfernung der Lymphknoten neben den großen Körpergefäßen ihren festen Stellenwert in der Behandlung von Hodentumoren. In geeigneten Fällen kann dies unter Schonung der Ejakulationsfunktion geschehen.
Peniskarzinom
Je nach Stadium, in dem Peniskarzinome entdeckt und behandelt werden, ist der Erhalt des Gliedes und seiner sexuellen Funktion durch geeignete plastische Operationen möglich. Je nach Ausdehnung kann es in der Behandlung von Karzinomen des Penis erforderlich sein, dass die Lymphknoten im Bereich der Leiste und des Beckens operativ entfernt werden.
Endourologie
Transurethrale Resektion (TUR) der Prostata
Die transurethrale Resektion der Prostata (Abhobelung der inneren Anteile der Prostata über die Harnröhre) ist vor allem bei Schwierigkeiten der Blasenentleerung aufgrund einer gutartigen Vergrößerung der Prostata angezeigt. Sie gehört zum klinischen Standard. Modernste Geräte ermöglichen das schonende Operieren über die Harnröhre, wobei die inneren, den Harnfluss behindernden Anteile der Prostata entfernt werden. Neben dieser konventionellen Methode steht im Waldkrankenhaus insbesondere für Patienten mit höherem Blutungsrisiko und Begleiterkrankungen die schonende und blutungsarme innovative > TURiS-Plasma-Vaporisation zur Verfügung.
Transurethrale Resektion (TUR) der Blase
Die Entfernung bösartiger Tumore der Harnblasenschleimhaut ist zum überwiegenden Teil ebenfalls endoskopisch über die Harnröhre möglich. Nach Diagnosestellung mittels einer Blasenspiegelung erfolgt in allgemeiner Narkose oder Rückenmarksbetäubung die Entfernung der Tumore über Endoskope mittels Hochfrequenzstrom. In aller Regel sind später weitere regelmäßige endoskopische Kontrollen der Blase notwendig.
Photodynamische Diagnostik (PDD) der Blase
Die Klinik bietet weiterhin die Möglichkeit der > Photodynamischen Diagnostik (PDD) zur besseren Erkennung des Blasenkrebses an.
Steintherapie
Minimal invasive Ureterorenoskopie (URS)
Obwohl die meisten Harnleitersteine ohne Eingriff spontan abgehen, ist häufig eine Behandlung nicht nur mit Medikamenten erforderlich. Harnleitersteine können zu quälenden Koliken führen und eine Abflußstörung der Niere verursachen. Mit dünnsten, hochmodernen Endoskopen lässt sich auch der Harnleiter über die Blase endoskopisch erreichen. Neuere technische Verfahren, wie Ultraschall-, Laser- oder elektrokinetische Lithotripsie erlauben eine atraumatische Zerstörung des Steins im Harnleiter.
Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL)
Steine im Nierenbecken oder den Nierenkelchen lassen sich vielfach am besten über einen sog. perkutanen Zugang entfernen. Dabei wird in Narkose ein dünner Stichkanal aufgeweitet und darüber ein Endoskop in die Niere eingebracht. Hierüber kann der Stein dann schonend zerstört und verkleinert werden.
Extrakorporale Stosswellenlithotripsie (ESWL):
Bei der extrakorporalen Stosswellenlithotripsie werden energiereiche Schallwellen in den Körper geleitet und auf den Stein gerichtet. Da sich das Gewebe des Körpers akustisch wie Wasser verhält, geben die Schall- oder Stosswellen ihre Energie erst beim Auftreffen auf den Stein ab. Dieser wird dadurch unblutig in kleinste Bröckchen zerlegt, die den Körper auf natürlichem Wege verlassen können.
Der Eingriff kann ohne Narkose lediglich unter Gabe von schmerzstillenden und beruhigenden Mitteln durchgeführt werden. Bei grösseren Steinen oder Steinen im Harnleiter kann es sinnvoll sein, in örtlicher Betäubung über eine Endoskopie einen kleinen Kunststoffschlauch in den Harnleiter zu legen, damit die Steinbröckchen später problemlos abgehen können.
Kinderurologie
Der Urogenitaltrakt gehört zu den Organsystemen, die am häufigsten von Missbildungen während der Entwicklung im Mutterleib betroffen sind. Störungen des Harntransportes sind vielfach die Folge. Diese können, je nach Ausmaß, in relativ kurzer Zeit zu einer schweren Schädigung der Nierenfunktion führen.
Durch moderne endoskopische und operative Techniken lassen sich eine Vielzahl dieser Missbildungen vollständig korrigieren. Hierzu zählen die Refluxkrankheit, die Harnleiterabgangsstenose, Urethralklappen, Ostiumstenosen und einige andere.
Insbesondere das äußere männliche Genitale kann ebenfalls eine Vielzahl von Missbildungen in unterschiedlichem Ausmaß aufweisen.
Hierzu zählen die Vorhautverengung, der Hodenhochstand, die Hypospadie und die Epispadie, die Verkrümmung des Penis bei der Erektion und andere. Nicht in allen Fällen müssen die Missbildungen operativ beseitigt werden. Oft sind aber plastische Eingriffe, die heute mit dünnstem Nahtmaterial und unter dem OP-Mikroskop bzw. unter Lupenvergrößerung durchgeführt werden, erforderlich.
Von Bedeutung ist bei vielen dieser Eingriffe das richtige Alter des Kindes um es vor Schäden auch psychischer Art zu bewahren. Bei sehr jungen oder besonders ängstlichen Kindern besteht die Möglichkeit, dass ein Elternteil im Krankenhaus bleibt.
> Kinderurologische Sprechstunde
Harnröhrenchirurgie
Narbige Engen vor allem in der Harnröhre des Mannes lassen sich zwar endoskopisch aufschneiden. Nicht in allen Fällen führt dies jedoch zu einem bleibenden Erfolg. In solchen Fällen ist eine offen chirurgische, plastische Rekonstruktion der Harnröhre häufig die einzige Möglichkeit. Hierzu gibt es viele Verfahren, je nach Ort der narbigen Enge. Moderne Techniken der Nutzung auch "ortsfremder" Gewebe helfen hier auch in schwierigen Fällen weiter.
Andrologie
Mikrochirurgische Refertilisation
Nach Durchtrennung der Samenleiter als Methode der dauerhaften Schwangerschaftsverhütung sind es oft geänderte Lebensumstände, die den Patienten dazu veranlassen, diese Durchtrennung wieder rückgängig machen zu lassen. Dies ist mit modernen mikrochirurgischen Methoden, wie der zweischichtigen Nahttechnik, in einem hohen Prozentsatz möglich.
> Mikrochirurgische Refertilisation - Fragen und Antworten
Impotenzdiagnostik und -therapie
Während noch vor wenigen Jahren der überwiegende Teil der Erektionsstörungen auf psychische Ursachen zurückgeführt wurde, weiß man heute, daß unterschiedliche Erkrankungen von Nerven oder Gefäßen für organisch bedingte Impotenz verantwortlich sein können. Durch moderne diagnostische Verfahren können diese Störungen eingegrenzt werden, so daß die jeweils optimale Therapie festgelegt werden kann. Hierzu zählen medikamentöse, instrumentelle und operative Verfahren, bis hin zur Implantation einer modernen hydraulischen Schwellkörperprothese
Onkologie
Stationäre Chemotherapie
Unter Chemotherapie versteht man die Behandlung von Krebs mit Medikamenten.
Obwohl die meisten urologischen, bösartigen Tumoren operativ angegangen werden, hat gerade in der Urologie die Chemotherapie einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt durch die Perfektionierung der Chemotherapie war es möglich, die Sterblichkeit bei Hodentumoren, auch der metastasierten Stadien (mit Tumorabsiedlungen in anderen Organen) auf wenige Prozent zu senken. Adjuvant, d.h. bei lokal fortgeschrittenen, aber nicht erkennbar metastasierten Tumoren der Schleimhaut des Harntraktes hat die Chemotherapie sich erst jüngst ihren festen Platz in der Therapie erobert. Nicht so effektiv, aber sehr verträglich erweist sich der Einsatz von Chemotherapie beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom; hier kann die Therapie ambulant erfolgen.
Ambulante Chemotherapie
Bei manchen Krebsarten wie z.B. dem Hodenkrebs kann eine Chemotherapie allein ausreichen, um alle Krebszellen zu töten d.h. eine Heilung herbeizuführen, selbst wenn sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat.
In Fällen bei denen eine komplette Krebsentfernung nicht möglich ist, kann die Chemotherapie das Leben verlängern, Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern. Sie kann z. B. einen Tumor verkleinern, der Schmerzen durch Druck auf Knochen oder Nerven verursacht.
Neben der stationären gehört auch die die ambulante Chemotherapie folgender urologischer Tumoren zu unserem Leistungsspektrum:
Dabei erfolgt die individuelle Behandlung in einem speziell eingerichteten und freundlich gestalteten Raum, der u.a. mit einem Fernseher ausgestattet ist. Getränke stehen bereit und meist kann Ihnen ein Angehöriger Gesellschaft leisten. Die Chemotherapie erfolgt in entspannter Atmosphäre mit besonderer persönlicher Betreuung vor Ort.
Bestrahlung (Radiatio)
Für bestimmte Formen der Hodentumoren ist die Bestrahlung die Therapie der ersten Wahl mit einer nahezu sicheren Aussicht auf Heilung. Auch beim Prostatakarzinom kann abhängig vom Stadium und vom Lebensalter des Patienten die Bestrahlung durchaus eine Alternative zur radikalen Operation sein. Unter Umständen empfiehlt es sich, die herkömmliche Bestrahlung von außen durch eine Bestrahlung zu ersetzen oder zu ergänzen, die im Organ Prostata stattfindet (sog. Brachytherapie), Dabei sollten die einzelnen Formen der Behandlung jeweils auf den Einzelfall optimal zugeschnitten sein. In jedem Fall ist sie ausgezeichnet wirksam, wenn der Tumor mit schmerzhaften Absiedlungen das Knochensystem befallen hat. Ob bei bestimmten Formen des Blasentumors die Bestrahlung z.B. in Kombination mit einer Chemotherapie eine Alternative darstellt, muss im Einzelfall individuell entschieden werden.
> Prostatakarzinomsprechstunde
Targeted Therapie
Durch die Entwicklung neuer Medikamente (sog. Angiogenese-Hemmer) ergibt sich eine verbesserte Strategie zur Therapie des metastasierten Nierentumors im Gegensatz zu der bisherigen Immuntherapie. Auch hier erfolgt eine individuelle Behandlungsplanung im Rahmen der medikamentösen Tumortherapie.
Inkontinenzdiagnostik und -therapie
Urodynamik
Zur genauen Abklärung des Zusammenspiels von Blasen- und Schließmuskel bei der Entleerung und beim normalen Verschluss sind detaillierte Untersuchungen erforderlich. Bei der urodynamischen Untersuchung werden dünnste Sonden und Klebeelektroden dazu benutzt, das komplizierte Zusammenspiel der Muskeln zu bestimmen, die bei der Entleerung eine Rolle spielen, und die über unterschiedliche Nervenbahnen gesteuert werden.
Die Untersuchung ist wenig belastend, so dass sie auch bei Kindern mit entsprechenden Beschwerden durchgeführt werden kann. Nur nach einer solchen Untersuchung kann genau festgelegt werden, welche Behandlung mit dem größten Erfolg verbunden sein wird. Diese Behandlung kann durch Medikamente oder auch durch sehr gezielte operative Maßnahmen erfolgen.
Prothetik
Nur in sehr seltenen Fällen ist es erforderlich, die Schließmuskelfunktion durch einen künstlichen Schließmuskel zu ersetzen. Dies kann aber zum Beispiel nach schweren Unfällen der Fall sein. Moderne Prothesen ermöglichen eine leichte Bedienung durch den Patienten. Bei einer dauerhaften und schweren Schädigung des für die Versteifung des Gliedes notwendigen Schwellkörpergewebes kann das operative Einsetzen einer modernen Schwellkörperprothese die sexuelle Funktion wiederherstellen.
Gynäkologische Urologie
Häufiger kommt es durch normale Alterungsvorgänge des Bindegewebes bei der Frau zu einer Fehllage der Blase und der Harnröhre. Diese Fehllage verursacht typischerweise bei körperlicher Belastung, wie Husten, Niesen oder Heben etc., unwillkürlichen Urinabgang (sog. Stressinkontinenz). Wenn eine Gymnastik in Verbindung mit medikamentösen Maßnahmen keinen Erfolg gehabt hat, oder es sich um von vorneherein um einen schweren Fall handelt, kann hier durch einen operativen Eingriff eine Korrektur herbeigeführt werden.
Innerhalb des komplexen Feldes der Harninkontinenz bieten wir unter neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit modernster apparativ diagnostischer Ausstattung unsere > Inkontinenzsprechstunde an. Anhand der entsprechenden Untersuchungsbefunde kann dann ein individuelles Therapiekonzept zur Erlangung der Kontinenz erarbeitet und umgesetzt werden.
Urologisches Netzwerk Bonn e.V. – UNB
Die Kooperation zwischen ambulanter (durch die niedergelassenen Urologen) und stationärer Behandlung funktioniert in unserer Region seit vielen Jahren hervorragend. Im urologischen Netzwerk Bonn (UNB) sind fast alle Urologen aus Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Region Ahr, Euskirchen und Mechernich zusammengeschlossen. Dies umfasst sowohl die niedergelassenen Urologen wie auch die Chefärzte der Urologischen Kliniken/Abteilungen.
Institut für Pathologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Unerlässlich zur Beurteilung der Art und des Schweregrades einer Erkrankung ist die feingewebliche Untersuchung, also die pathologische Beurteilung. Insbesondere im Fall von Krebserkrankungen kann der Typ, die Größe, die Ausdehnung und die Bösartigkeit eines Krebses begutachtet werden.
Nach operativer Entfernung eines Organs oder Entnahme eines kleinen Gewebsstückes (Biopsie) wird das entsprechende Gewebe vom Pathologen untersucht. Kleine Biopsate werden direkt zu Schnittpräparaten (histologischen Präparaten) weiterverarbeitet, welche unter dem Mikroskop betrachtet werden. Große Präparate werden zunächst präpariert und mit dem Auge (makroskopisch) beurteilt. Auffällige Bestandteile mit möglichen krankhaften Veränderungen werden aus dem Präparat herausgeschnitten und wiederum vom Labor zu Schnittpräparaten verarbeitet und weiteren speziellen Untersuchungen unterzogen.
Daher besteht enge klinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. med. R. Büttner.
Dabei werden in unseren regelmäßig stattfindenden interdisziplinären Urologisch-Radiologisch-Pathologischen Konferenzen interessante und problematische Krankheitsfälle mit verschiedenen Fachdisziplinen diagnostisch demonstriert und diskutiert.
Interdisziplinäre Fallkonferenzen („Tumorboard“)
Im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Konferenz werden die Befunde von onkologischen Patienten zur Formulierung einer multimodalen Therapieempfehlung besprochen.
Dieses Tumorboard findet jeden Montag im Johanniter Krankenhaus Bonn statt.
Dabei sind Experten aller beteiligten Disziplinen vertreten, um eine optimierte und maßgeschneiderte Therapiestrategie nach modernsten Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft für jeden Einzelfall festzulegen.
Gerade in schwierigen Situationen kann so die beste Lösung für den einzelnen Patienten gefunden werden. So wird zwischen Operation, modernen interventionellen Methoden, Bestrahlung, Chemotherapien oder kombinierten Verfahren entschieden.
Beckenbodenzentrum Bonn
Die Abteilung für Urologie arbeitet eng mit den Abteilungen für Gynäkologie, Chirurgie und Gastroenterologie der Evangelischen Kliniken Bonn zusammen.
Geplant ist die Gründung eines Beckenbodenzentrums.
Ziel ist es, Patienten, die unter Kontinenzproblemen leiden, eine kompetente und zentrale Anlaufstelle zu bieten. Im Focus der Diagnostik und Behandlung stehen Erkrankungen des Beckenbodens, insbesondere Inkontinenz, Obstipation (Verstopfung), Blasen und Scheidenprobleme, aber auch Mastdarm- und Anus-Erkrankungen (Proktologie).
Strahlentherapie-Bonn-Rhein-Sieg
Wenn bei einem Patienten ein bösartiger Tumor (Krebs) festgestellt wird, gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten. Häufig ist eine Kombination verschiedener Therapieansätze sinnvoll. Um mit einem multidisziplinären und ganzheitlichen Therapieansatz dem Patienten eine erstklassige Behandlung zukommen zu lassen, besteht u.a. eine enge Kooperation mit der > Strahlentherapie Bonn-Rhein-Sieg. Diese betreibt direkt am Waldkrankenhaus einen ihrer drei Standorte.
Folgende spezielle Sprechstunden & Ambulanzen sind für Sie eingerichtet:
Allgemeine Sprechstunde:
Dienstags und Donnerstags 15:00 - 17:00 Uhr
Ansprechpartner: Chefarzt Prof. Dr. R. Vorreuther und die Oberärzte
Montag-, Dienstag- und Donnerstagnachmittag nach Vereinbarung
Ansprechpartner: Chefarzt Prof. Dr. R. Vorreuther und die Oberärzte
Mittlerweile stehen in jedem Stadium der Erkrankung an Prostatakrebs erfolgversprechende Behandlungsmethoden zu Verfügung, die alle in unserer Abteilung angeboten werden. Eine Vielzahl von nicht immer richtigen Informationen aus der Presse und dem Internet tragen oft eher zur Verwirrung als zur Klärung von Patientenfragen bei.
In unserer Prostatakarzinomsprechstunde wird jeder Patient individuell beraten und das für ihn sinnvollste Behandlungskonzept zusammen mit ihm festgelegt.
Kinderurologische Sprechstunde:
Mittwochs: 15.00 - 17.00 Uhr
Ansprechpartner: Oberarzt G. Solleder
Ansprechpartner: Oberarzt Dr. med. A. Harz
Innerhalb des komplexen Feldes der Harninkontinenz bieten wir unter neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit modernster apparativ diagnostischer Ausstattung unsere Inkontinenzsprechstunde an. Anhand der entsprechenden Untersuchungsbefunde kann dann ein individuelles Therapiekonzept zur Erlangung der Kontinenz erarbeitet und umgesetzt werden.
Alle Sprechstunden nach Vereinbarung. Bitte wenden Sie sich an unserer Sekretariat.
Stationäre Behandlung:
Wenn Sie stationär in der Urologischen Abteilung aufgenommen werden, sollten Sie an einige wichtige Dinge denken:
Bringen Sie Ihre derzeitigen Medikamente mit und schreiben Sie bitte alle Medikamente auf, welche Sie einnehmen müssen.
Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, sollten zuvor blutgerinnunghemmende Medikamente (Marcumar, Aspirin (ASS, Godamed), Plavix, Iscover) und bestimmte Blutzuckermittel (Metformin (Diabetase, Glucophage, Meglucon, Diabeformin, Mescorit, Siofor, Avandamet, Competact)) rechtzeitig abgesetzt werden. Nehmen Sie diesbezüglich bitte rechtzeitig vor der Operation und insbesondere bevor Sie ein Medikament absetzen Rücksprache mit Ihrem behandelndem Arzt, denn bestimmte Medikamente müssen rechtzeitig auf ein anderes Präparat umgesetzt werden.
Bitte bringen sie die verfügbaren und Ihre Erkrankung betreffenden aktuelle Befunde, Briefe oder Röntgenbilder zur Aufnahme mit und geben Sie diese beim Stationsarzt ab.
Falls Sie an chronischen Erkrankungen leiden, bringen Sie bitte auch diesbezüglich Befunde von Ihrem Hausarzt (Blutwerte, EKG, Röntgenergebnisse, Arztbrief) mit.
Personen unter 18 Jahren und Personen mit Betreuer gem. § 1897 BGB (früher Vormundschaft) müssen am Aufnahmetag von ihrem Erziehungsberechtigten / Betreuer begleitet werden.
Ambulante / vorstationäre Behandlung:
Wenn Sie von Ihrem Urologen als ambulanter Patient in die Urologische Klinik der
Evangelischen Kliniken Bonn überwiesen werden, sollten Sie an einige wichtige
Dinge denken, die den Ablauf vereinfachen:
Falls Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, bringen Sie bitte
einen Berechtigungsschein und/oder einen Überweisungsschein von Ihrem Arzt mit
und denken Sie an Ihre Krankenversicherungs-Chipkarte.
Es ist hilfreich, wenn Sie Vorbefunde Ihrer Krankengeschichte aus Untersuchungen
bei anderen Ärzten mitbringen (Arztbriefe, Allergiepass etc.)
Schreiben Sie bitte alle Medikamente auf, welche Sie einnehmen müssen.
Bitte bringen sie die verfügbaren und Ihre Erkrankung betreffenden aktuelle Befunde, Briefe oder Röntgenbilder zur Aufnahme mit und geben Sie diese beim Stationsarzt ab.
Falls Sie an chronischen Erkrankungen leiden, bringen Sie bitte auch diesbezüglich Befunde von Ihrem Hausarzt (Blutwerte, EKG, Röntgenergebnisse, Arztbrief) mit.
Personen unter 18 Jahren und Personen mit Betreuer gem. § 1897 BGB (früher Vormundschaft) müssen am Aufnahmetag von ihrem Erziehungsberechtigten / Betreuer begleitet werden.
Durch diese einfachen Maßnahmen können unnötige erneute Untersuchungen verhindert werden und wir ersparen Ihnen und uns Zeit - Vielen Dank!
Wir wünschen Ihnen einen möglichst angenehmen Aufenthalt.
Behandlungsmethode TURiS (Transurethrale Resektion in Saline)-Plasma-Vaporisation
Die Abhobelung der inneren Anteile der Prostata (transurethrale Resektion von Prostatagewebe -TUR-P) bei gutartiger Vergrößerung der Prostata hat sich insbesondere im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Therapieerfolgs bewährt und stellt unverändert den goldenen Standard dar. Bei dem neuartigen operativen Verfahren der „TUR in Saline“ (TURiS) wird an der eigentlichen Operations-Schlinge das notwendige Spülmedium in ein Plasmafeld ionisierter Partikel umgewandelt, welches bei Kontakt mit Gewebe dessen molekulare Bindungen zerstört und somit Vaporisation und Resektion zugleich ermöglicht.
Dieses neue Operationsverfahren ist insbesondere für Patienten mit Prostatavergrößerung geeignet, für die aufgrund ihrer besonderen Krankheitssituation bislang eine klassische Operation (TURP) nur mit einem erhöhten Operationsrisiko möglich war. Die zur Anwendung kommende Kochsalz Spüllösung während der Operation führt unter anderem dazu, dass das Risiko einer potentiell bedrohlichen Verschiebung körpereigener Salze im Blut des Patienten praktisch ausgeschlossen werden kann.
Im Gegensatz zum bisher für diese Patienten verwendeten Laser kann der Operateur mit diesem System zwei operative Techniken kombinieren: die Resektion (Abhobelung) von Gewebe zur Gewinnung von Gewebe für die feingewebliche Untersuchung, die beim Laser nicht möglich ist, und die eigentliche Plasma-Vaporisation (Verdampfung). Zudem „verdampft“ die Plasma-Vaporisationselektrode mit der neuartigen Technik besser als ein Laserverfahren das Gewebe ohne übermäßig Hitze zu entwickeln. Simultan wird das zu operierende Gewebe koaguliert (verschorft), wodurch stärkere Blutungen vermieden werden.
Behandlungsmethode PDD (HAL-TURB)
Zur besseren Erkennung von Blasentumoren und deren Entfernung besteht die Möglichkeit, mit dem Einbringen eines speziellen Medikamentes (Hexaminolävulinsäure = HAL) in die Blase unter zu Hilfenahme eines speziellen blauen fluoreszierenden Lichts Tumore zu „markieren“. Diese lassen sich dann wesentlich sicherer entdecken und komplett entfernen. Als Folge hiervon reduziert sich die Rezidivrate, d.h. das Wiederkehren neuer Tumore, signifikant. Auch lässt sich durch die PDD Methode eine spezielle Form des Blasentumors, das sogenannte CIS (Carcinoma in situ), wesentlich besser diagnostizieren und somit frühzeitig behandeln.
Mikrochirurgische Refertilisation - Fragen und Antworten
Wie erfolgt der Eingriff?
Der Eingriff erfolgt über zwei kleine Hautschnitte am Hodensack, die ggf. bis zur Leistenregion erweitert werden. Wir operieren nach modernster atraumatischer mikrochirurgischer Technik (Nahttechnik nach Silber mit zweischichtiger Anastomose) unter dem Operationsmikroskop. Eine bestmögliche Verbindung wird erreicht durch akkurate Adaptation der Mukosa und eine wasserdichte, spannungsfreie Anastomose unter Berücksichtigung der guten Blutversorgung aller Abschnitte des Samenleiters von der Mukosa bis zur Muskelschicht.
Wie lange dauert die Operation?
Die Dauer beträgt zwischen zwei und drei Stunden. Die Zeit ist nötig, um eine maximale Genauigkeit der Nähte zu bewerkstelligen. Von der Narkosezeit her bestehen für Sie als jungen gesunden Patienten keine nennenswerten Bedenken
Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?
Sie sollten am Tag vor der Operation zur stationären Aufnahme erscheinen. An diesem Tag sind Voruntersuchungen (Körperliche Untersuchung, Ultraschall, Blutbild) und einige weitere Vorbereitungen (Narkose etc.) erforderlich. Anschließend sollten Sie mit 2-3 Tagen stationärem Aufenthalt rechnen (Nachbeobachtung, erste Wundversorgung, Ausschluß von Komplikationen), so dass Sie eine Gesamtliegezeit von 3 Tagen erwartet.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff. Zu beachten sind: Bluterguß, Entzündung, Bildung von Samenknötchen (Granulom), späte Verengung oder Verschluß der Anastomose.
Wie hoch ist die Erfolgschance?
Die Erfolgsquoten der Operation konnten in den letzten Jahren verbessert werden, so dass nach heutigen Zahlen bei etwa 80% der Männer wieder Spermien im Ejakulat nachweisbar sind. Die Rate der Schwangerschaften nach Operation ist umso besser, je früher die Refertilisation durchgeführt wird.
Welche Kosten entstehen?
Die Krankenkasse trägt die Kosten einer Refertilisations-Operation nach Sterilisation nicht. Für den stationären Aufenthalt (incl. Operation und aller weiteren Leistungen) fallen für Sie Kosten in Höhe von Euro 3000,- an.
Was muss nach der Operation beachtet werden?
Sie sollten für 14 Tage nicht Baden, Schwimmen oder Saunen (Duschen dürfen Sie bereits nach drei Tagen). Haben Sie einen Beruf, der schwere körperliche Aktivität verlangt oder treiben Sie Sport, so sollten Sie bis zur Vollbelastung vier Wochen vergehen lassen. Während eines Zeitraums von sechs Wochen sollten stützende Unterhosen getragen werden.
> Virtueller Rundgang durch den Endourologischen OP
> Virtueller Rundgang durch den Urologischen OP
Urologisches Netzwerk Bonn e.V.
www.u-n-b.de
Strahlentherapie-Bonn-Rhein-Sieg
www.strahlentherapie-bonn-rhein-sieg.de
DGU – Deutsche Gesellschaft für Urologie
www.dgu.de
DKG Deutsche Krebsgesellschaft
http://info.krebsgesellschaft.de
AUO - Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V.
Deutsches Krebsforschungszentrum
www.dkfz-heidelberg.de
Hodenkrebs Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Hodentumoren



